_Stadternte


In der Stadt gibt es mehr zu ernten, als man denkt: Obst, Beeren, Blüten, Nüsse, Kräuter und Pilze. Diese gehören (wenn nicht in Privatbesitz) zur Allmende, d. h. zum gemeinschaftlichen Eigentum, und man darf sie legal ernten. Der größte Teil dieser herrlichen Nahrungsschätze wachsen von Städtern unbeachtet. Dabei wäre es oft so einfach, diese Geschenke der Natur zu ernten. Oft verbergen sich alte, kostbare Sorten dahinter, die man in keinem Laden mehr kaufen kann. Ungespritzt und unbehandelt sind sie von sehr guter Qualität (wenn nicht gerade am Rand dicht befahrener Straßen geerntet). In vielen Städten der Welt gibt es schon Initiativen, die zur Stadternte aufrufen und auf Karten die herrenlosen Obstbäume, Kräuter und Sträucher der Allgemeinheit zugänglich machen.

Was gibt es alles in Berlin zu ernten? Dieser Frage gehe ich im Selbstversuch seit 2011 nach und erprobe die Alltagstauglichkeit für Städter, sich damit zu ernähren.

www.mundraub.org
www.fruitcity.co.uk



Apfelschätze Ernteaktionen

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Tonnen von Äpfeln bleiben in Gärten oder vor unseren Stadtgrenzen ungeerntet. Es ist unrentabel, die Ernte ist größer als der Eigenbedarf oder es fehlt an Zeit. Mehr und mehr Hochstämme, alte Sorten und Lebensräume für Tiere verschwinden so aus unserer Landschaft. Von geschätzten 20.000 Apfelsorten weltweit, kommen nur noch 6-10 industriell produzierte Apfelsorten sowie maximal 10-60 Sorten von regionalen Anbietern in unsere Supermärkte.

Dieses ungenutzte Obst  und das Wissen über Äpfel, Lagerung und Verarbeitung zu Stadtfamilien, Schulen und Kitas zu bringen, ist das Ziel von „Apfelschätze“.  Aber auch für alle Beteiligten einen Mehrwert zu schaffen, indem man sich die Arbeit, die Ernte und die Pflege von Obstbäumen teilt.

 

gemeinsam_ernten Über 10,5 Tonnen unbehandelte Äpfel alter Sorten konnten im Oktober in Kooperation mit SpeiseGut „gerettet“ werden.  Mehr als 145 Städter und 13 Kitas/Schulen konnten die ganze Bandbreite heimischer Äpfel auskosten, lernten viel über Äpfel und selbst zu lagern. Insgesamt erreicht Stadt macht satt über die Äpfel und den gekelterten Apfelsaft rund 3000 Menschen mit dem Plädoyer fürs einheimische Obst.
Jetzt im Winter beginnen wir mit der  Revitalisierung, der uns zur Pflege anvertrauten Bäume. Im Nov., Feb und März veranstalten wir  Baumschnittkurse, um Wissensvermittlung mit dem Erhalt von wertvollem Baumbestand zu verbinden.

Machen Sie mit!
Melden Sie sich hier zum Baumschnittkurs an (25 € / Person für 5 Std.).
Tragen Sie Ihren Apfelbaum hier ein und teilen Sie im nächsten Jahr Arbeit und Ernte.
Lassen Sie sich für die Ernteaktionen nächstes Jahr vormerken.
Oder unterstützen Sie die Aktion mit Spenden oder mit Aufhängen des Plakates in ihrer Nachbarschaft. (Plakat Din4 zum Download).
Link in den sozialen Netzwerken teilen.

Wir suchen noch dringend Förderer und Kooperationspartner fürs nächste Jahr. Sowie Institutionen, die mit dem Kauf von Apfelsaft unser Anliegen breitflächig kommunizieren und refinanzieren helfen.


Jetzt Spenden!

Baumschnittkurs Wer sich zum Baumschnittkurs anmelden will, bitte hier klicken.
bisherige Termine  8.2.14, 16.2.14  (ausgebucht!) und 17.3.14 jeweils von 10.00 bis 15.00
Kosten 25 €/ Person
Kaufen Die besonderen Apfelsäfte sind ausverkauft!! Aufgrund der großen Nachfrage, lohnt es sich schon für nächste Jahr vormerken zu lassen?
B
itte hier klicken.
Apfelspende Sie haben Apfelbäume und wollen die Arbeit und die Ernte teilen, dann bitte hier klicken.
Wir suchen noch Quitten für nächstes Jahr.
Ernten Wer sich für Ernteaktionen in 2014 vormerken lassen will, bitte hier klicken.
Apfeltag/-woche Sie wollen in ihrer Kita/Schule nächstes Jahr einen Apfeltag/-woche machen?
Dann hier klicken.

Vorrat zur Erntezeit anlegen macht großen Spaß schont Umwelt und Geldbeutel.

Ich freue mich auf Sie.

Herzlichst

Anja Fiedler

Stadt macht satt LogoStadt macht satt erhält bislang keine Förderung
und ist deshalb ständig auf Spenden angewiesen.
Einmalige Spenden oder ein kleiner monatlicher
Dauerbeitrag hilft, die Arbeit aufrecht zu erhalten.

 

Mehr Info und Kontakt: anja@stadtmachtsatt.de | stadtmachtsatt.de
Anja Fiedler / Stadt macht satt
Triodos Bank
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2013-07-19 Aushang Apfelspender_DinA4 (ohne Rand)
Plakat zum Ausdrucken (PDF-Format)
(einfach Bild anklicken)



Ein Tag voll Äpfel! 13.10.2012 in der Markthalle Neun in Kreuzberg



Der Mai beginnt mit reicher Stadternte: Tannenspitzen- und Gänseblümchengelee und Spitzwegerich

Mit der Wärme der letzten Zeit explodiert die Natur in Berlin geradezu. Überall grünt und blüht es und beschert reiche Stadternte:

Heute habe ich aus circa 600g Tannenspitzen (bitte nicht die von jungen Bäumen nehmen!) und 4 Handvoll Gänseblümchen 18 Gläser Gelee gekocht. Und da ich sowieso schon auf der Wiese herumkroch, habe ich gleich noch eine Schüssel voll Spitzwegerich gepflückt. Schmackhafter Tee – gut im Winter gegen Erkältung.

Selbst in Berlin sind Tannenspitzen, Gänseblümchen und Spitzwegerich weitab von Straßen fast gut zu finden. Das Ernten geht schnell (Tannenspitzen circa 30 Minuten, Gänseblümchen rund 15 Minuten für 4 Gläser, Spitzwegerich für eine Jahresration 15 Minuten) und das Verarbeiten auch.

Und das Schönste, es kommen mal ganz neue Sachen auf den Tisch, mit Erinnerungen an einen schönen Tag!

 



Waldmeisterernte am Hauptbahnhof

Gleich neben dem Hauptbahnhof unter Buchen, ab der großen Straßen, habe ich ein Waldmeistermeer gefunden. Daraus werde ich mit den Kindern des Gipscafes giftgrünen Waldmeistersirup machen und für mich Waldmeisterbowle. Wichtig: Waldmeister zum Kochen möglichst vor dem Blühen ernte, dann einige Stunden verwelken lassen oder kurz eingefrieren, dann wird das Aroma stärker. Als Mottenmittel blühenden Waldmeister verwenden.

 



Heute: Die erste Fensterbankernte

Nach 3 Wochen sind nun die ersten Radieschen „Parat“ von „Social Seeds“ auf der Fensterbank erntereif. 5 -7 Radieschen passen ohne Probleme in eine Plastikschale, die beim Supermarkteinkauf sonst im Plastikmüll landen.



Veilchen – schön und lecker

Trotz Kälte zieht der Frühling mit seinen Blumen ein. Da viele Blumen nicht nur eine Augen- sondern auch eine Gaumenweide sind, will ich mich bei Stadt macht satt besonders eßbaren Blumen widmen, denn Städte können nicht genug Farbtupfer und Leckereien haben.

Gerade ist Veilchenzeit und ich habe in Privatgärten einige Teller voll gesammelt ohne die ganzen Wiesenpracht abzuernten. Daraus entstanden „kandierte Veilchen (und Gänseblümchen“, Veilchenessig und Veilchenzucker. Die kandierten Veilchen sind wunderschön und schmackhaft-man braucht etwas Zeit und Muse dazu. Für den schnellen Städter sind dagegen Veilchenessig und Veilchenzucker im Handumdrehen gemacht. Mit Pfücken hat es mich jeweils nur eine halbe Stunde gekostet.

 

Hier die Ergebnisse:



Gemüse wachsen sehen

Wer keine Zeit zum Stadtgärtnern hat, trotzdem fantastisches regionales Gemüse frisch vom Beet haben will, sollte einfach im herrlichen Steinhöffel Garten beeten lassen.
Die schönsten Stückchen des Gartens werden zur Adoption freigegeben.  Ab März wird ein neuer Beetteppich herangezogen, in dem sich grün, bunt und gesund Kräuter und Blüten, Knollen und Blättchen, Früchte und Bohnen genussvoll und gepflegt breit machen dürfen. Für eine Spende von 100 Euro (steuerlich abzugsfähig) wird  ein  2,5 x 2,5 m großes Pflanzenfeld  gehegt und gepflegt. Man muss sich nur entscheiden, ob man lieber das Beet “ alt-junge gemüse-genüsse“, „blumenköniginnen auch zum anbeißen“ oder „wild und würzig“ nimmt.  Ab Aussaat wird monatlich per Foto von den Fortschritten der eigenen Pfänzchen berichtet, so dass man ohne Garten und Arbeit sein eigenes Gemüse aufwachsen sieht. Welch Luxus. Man darf aber auch gerne selbst gärtnern.  Saatgut stehen dafür zur Verfügung. Selbst Lieferungen aus dem Beet sind nach gesonderter Absprache möglich.

Wer Lust dazu hat bitte hier klicken .

 



Werkstatt Ernährungs- und Verbraucherbildung lädt Stadt macht satt ein

Zur 6. Werkstatt Ernährungs- und Verbraucherbildung am 13.03.2012 trafen sich die Werkstatt-Teilnehmerinnen in der Anna-Lindh-Schule im Berliner Bezirk Wedding zum Thema „Ernährungs- und Verbraucherbildung im Lernort Schulgarten“.

Die Anna-Lindh-Schule hat, wie insgesamt ca. 270 Berliner Schulen, einen Schulgarten. Frau Orthen-Richter, Gastgeberin der 6. Werkstatt und  Lehrerin der Anna-Lindh-Schule, stellte den Teilnehmenden bei einer Führung das großzügige und naturbelassene Außengelände der Schule inklusive des Schulgartens vor und gab einen aktuellen Einblick in die Vorhaben rund um den Schulgarten.

Im Anschluss informierte Herr Krüger-Danielson, vom Schul-Umwelt-Zentrum Mitte (SUZ), über die Gartenarbeitsschulen in Berlin als Traditionseinrichtungen, die es bereits seit 250 Jahren gibt.
Das SUZ Mitte bewirtschaftet eine Fläche von derzeit 45.000 m² an drei Standorten und versteht sich als Ansprechpartner für Schulgartenprojekte im Bezirk.

Schulen können mit dem SUZ auf unterschiedliche Weise zusammenarbeiten. Das Angebot reicht von „Gartenarbeit pur“ über fächerübergreifende Themen wie „Bodenkunde“ bis hin zu „vom Beet auf den Tisch“ und Beratung bei der Anlage und der Betreuung eigener Schulgärten.
Schulen und Schüler/-innen können sich im SUZ über die Gartenarbeit mit pflanzlichen Lebensmitteln und ihren Qualitätsmerkmalen wie ökologisch, regional und saisonal auseinandersetzen oder auch Anbau-, Verarbeitungs- und Lagerungsmethoden kennen lernen.
Weitere Themen, die je nach Klassenstufe relevant sind, können die biologische Vielfalt, Ökologie und Gartenbau sowie die Geschmacksbildung sein. Informationen zum SUZ erhalten Sie unter hier.

Anja Fiedler, Künstlerin und Gründerin des Projekts „Stadtmachtsatt“ bereicherte die Werkstatt mit Ausführungen zu ihrem innovativen Projekt, das den Anspruch hat Kunst, Bildung und nachhaltige Entwicklung zu verknüpfen und das mittels urbaner Landwirtschaft einen Gegenentwurf zur globalen Lebensmittelproduktion darstellt. Damit reagiert das Projekt auf die Entfremdung von Lebensmitteln bei Städtern. „Durch das eigene Ackern, Anbauen, Ernten und Kochen kommen wir Städter wieder der Natur und unseren Lebensmitteln ein Stück näher“, berichtete Frau Fiedler. Die Herausforderung des „urban gardening“ besteht im Selbstanbau auf kleinstem Raum und mit einem geringen Zeitaufwand.

Zurzeit unterstützt Frau Fiedler eine Schülerfirma im Bereich Nahrungsmittelverarbeitung der Kastanienbaum-Grundschule in Berlin Mitte sowie die AG „Urbanes Gärtnern“ der gleichen Schule. Mit den Schülern macht sie mit essbaren Wänden, Salat- und Gartenbäumen, windowfarming, Kartoffeltürmen und vielem mehr die Stadtschule grün und essbar.

Nach der Mittagspause begann der praktische Teil der Werkstatt, als Anregung für die  Unterrichtsgestaltung in Schule und Schulgarten: Herr Krüger-Danielson machte beispielhaft an Äpfeln, Kartoffeln und Kräutern die Arten-, Sorten- und Geschmacksvielfalt deutlich. Er gab Hinweise zu Anbau, Lagerung, Vermarktung und Verarbeitung und ging dabei auch auf oftmals divergierende Interessen von Handel und Verbrauchern ein.

Die Teilnehmerinnen der Werkstatt EVB hatten im Laufe von 6 Treffen die Gelegenheit, umfassende Informationen und Praxiseinheiten zur Ernährungs- und Verbraucherbildung kennenzulernen und zu erproben. Der nächste Termin soll dazu dienen, alle Themen mittels des Referenzrahmens nach REVIS zu ordnen und strukturiert und aufeinander abgestimmt in ein schulinternes Curriculum einzubauen, damit die teilnehmenden Schulen langfristig die vielen Inputs nutzen und davon profitieren können.


http://www.vernetzungsstelle-berlin.de/22+M5498ee048b8.html?&tx_ttnews[month]=03&tx_ttnews[year]=2012



Das Stadt macht satt-Erntefahrrad

Nachem ich eine Tonne Äpfel und Birnen von herrenlosen Bäumen mit diesem Kinderwagen geerntet habe war klar: „Stadtmachtsatt“ braucht ein Erntefahrrad mit der Städter auch größere Mengen unkompliziert nach Hause bringen können.

Aus einem alten Fahrrad aus den 60ern, also aus einer Zeit in der auch in der Stadt noch viel selbst geerntet wurde und ein Einkaufswagen, sinnbildlich für unseren entfremdeten Lebensmittelkonsum – bilden das Grundmaterial für unser Erntefverhikel.

Folgenden Grundkriterien sollte das Lastenfahrrads erfüllen:

  • Es soll 100 kg tragen können. Das ist ungefähr die Ernte von eimnem ausgewachsenen Apfelbaum.
  • Es soll aushängbar sein, damit man ihn zur Not auch  in die öffentlichen Verkehrsmittel mitnehmen kann.
  • Der Anhänger soll auch alleine ohne Fahrrad nutzbar sein.
  • Es soll einen stabilen Stand haben. Wenn die Früchte hoch am Baum hängen, kann man den Korb auch als Ersatzleiter nutzen.

Aino Stratemann und ich entwickelten beim Makerlab im Betahaus in Berlin folgende Konzeption und fingen mit dem Bau an. Danke an Christophe Vaillant, der mit uns gedacht,  uns beraten und gebaut hat. Wer Lust hat sich selbst ein Lastenfahrrad zu bauen der kann dies in der Open Design City tun.

Und das ist unser Prachtstück, als es fertig geworden ist:



ES GEHT LOS!

Stadt macht satt kocht ab 7.12.2011 mit dem Gipscafé der Kastanienbaumschule in Berlin-Mitte.

Die Schülercateringfirma wurde am 16.11.2011 offiziell von 16 Schülern der 4., 5. und 6. Klasse gegründet und beköstigt immer donnerstags nachmittags ihre Mitschüler. Passend zur Adventszeit gibt es zum Auftakt von Stadt macht satt am 7.12.2011 Bratäpfel – aus leckeren Boskop-Äpfeln und Walnüssen von herrenlosen, nicht abgeernteten Parkbäumen (http://www.mundraub.org) mit Stadtbienenhonig von der Initiative Berlin summt (http://www.berlin-summt.de). Regionaler geht’s nicht.

Frühjahr 2011 Brennesseln
Erstaunlich vielfältiges Stadtfrühjahrsgemüse, reich an Mineralstoffen, Magnesium, Kalzium, Vitamin A, C und Eisen. Ernteort: Plänterwald. Erntemenge: Eine volle Tüte. Arbeitsaufwand: Pflückzeit ca. 30 min., Brennesselsuppe (ca. 30 min.), Spinat (ca. 30 min.), Brennesselpesto (ca. 40 min.), Brennesseltee (5 min.).
Brennesselsuppe und Spinat sind lecker, aber ich kann sie nicht so oft essen. Brennesselpesto (2 Varianten mit Pinienkernen und Sonnenblumenkernen) ist dagegen eine wahre Entdeckung. Offenbar verhindert die Brennesel die Vermehrung von Bakterien, weshalb früher Butter, Fisch und Fleisch in Brennesselblätter gewickelt wurden. Das will ich einmal ausprobieren.
Bärlauch hätte jetzt massenhaft im Plänterwald geerntet werden können. Da ich ihn nicht mag, habe ich ihn für Liebhaber stehen lassen.

Mai 2011  Holunderblüten

Ernteort: Hirtenwiese in Müggelheim und Brache am Humboldthafen in Berlin-Mitte.

Erntemenge: zwei volle Tüten.

Arbeitsaufwand: Pfückzeit ca. 30-45 min. (ohne Fahrzeit); Einweichzeit 2 Tage; Sirupkochen 1/2 Tag.

Ertrag: 80 l Holunderblütensirup,  ergeben ca. 400 l Saft  (40 l Sirup verschenkt an die Vorratskammer, die vom 18.-21. August 2011 beim Überlebenskunstfestival daraus Saft und Cocktails für ihre Gäste machten).
Kosten: 35 €

Ca. 50 Dolden für Holunderblütentee getrocknet. Mit ca. 70  C Wasser abgebrüht, dient er zur Vorbeugung grippaler Infekte und hilft bei ausgebrochenen Erkältungsbeschwerden, insbesondere bei Husten und Halsweh.
Kosten: Nix.

August 2011 Pflaumen

Ernteort: Schwerbeladene Pflaumenbäume Wisbyer Straße.

Erntemenge: ca. 60 kg.

Arbeitsaufwand: Pfückzeit ca. 4-5 Std. (ohne Fahrzeit).

Ertrag: etliche Pflaumenkuchen, 20 Gläser Pflaumenmus, Pflaumenkompott, 15 Gläser eingemachte Pflaumen, Rumtopf, Rest noch verschenkt.

September 2011

Ernteort: Nähe Tempodrom.

Arbeitsaufwand: Pflückzeit  ca. 4 Std.

Erntemenge: ca. 100 kg (Apfeljahresverbrauch eines Erwachsenen liegt bei ca. 30 kg, würde einer 3-4 köpfigen Familie für 1 Jahr reichen).
Kosten: 2 BVG Tickets á 2,30 €.

Leider sind die Äpfel aber größtenteils Fallobst (obwohl beinahe makellos) und keine Lageräpfel. DESHALB gingen die 50 kg Äpfel direkt  in die Kinderakademie und wurden von 150 Kindern in ca. 14 Tagen aufgegessen. 50 kg werde ich verarbeiten und schauen, wie lange dies einen Städter versorgen kann.

Ernten ist so kinderleicht – trotzdem werden Tausende von Obstbäumen nicht abgeerntet, stattdessen jährlich mehr als 5 Millionen Tonnen Obst nach Deutschland importiert.

September 2011 Birnen

Der Birnbaum stand ausnahmsweise nicht in der Stadt, sondern in der Uckermark. Unsere Nachbarn dort ernten ihn nicht und die  fruchtbeladenen Äste brechen schon. Das kann ich nicht mitansehen und nehme sie mit in die Stadt.

Erntemenge: ca. 100 kg harte, herrlich süße Birnen. Arbeitsaufwand: Pflückzeit  ca. 2 Std.

EU-Vermarktungsnorm für Birnen: Mindestgröße beträgt zwischen 45 und 60 mm und zwischen 75 und 130 g. Die meisten dieser herrlichen Birnen wären durchgefallen und hätten nicht in den Verkauf gehen dürfen.

50 kg gehen an die Kinder-Akademie und 150 Kinder werden die nächsten 14 Tage Birnen essen. 50 kg lagere ich ein und verarbeite sie peu  a peu.

September 2011 Ebereschenbeeren

Die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, ist ein typischer Stadtbaum und sehr gesund (viel Vitamin C). Ja, gesund und nicht giftig! Roh sind die Früchte leicht giftig, gekocht eine wahre Heilbeere.

Für „Stadtmachtsatt“ also ein Muss. Ernteort: Brache hinter der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum. Erntemenge: ca. 4 kg. Arbeitsaufwand: Pflückzeit ca. 20 min., Einweichen in Essigwasser (24 Std.), Ebereschen-Birnen-Marmelade (ca. 1,5 Std.), Ebereschen-Apfel-Marmelade (ca. 1 Std.), Ebereschen-Chutney. Ernteertrag: 10 Gläser Ebereschen-Birnen-Marmelade, 5 Gläser Ebereschen-Apfel-Marmelade (ca. 1,5 Std.), 10 Gläser Ebereschen-Chutney.

September 2011 Apfelbirnensaft

200 kg Äpfel und 50 kg Birnen (ca. 4-5 Std.) werden in einer halben Stunde zu 125 l Saft!

September 2011 Holunderbeeren

Ernteort: Humboldthafen Berlin-Mitte

Erntemenge: ca. 5 kg. Arbeitsaufwand: Pfückzeit ca. 45 min. (ohne Fahrzeit); Saft kochen 1,5 Std.

Ertrag: ca. 2 l reiner Holundersaft gemischt mit Apfel-Birnensaft ergaen 18 l Mischsaft.

Dezember 2011 Stadtbienenhonig

Natur findet Stadt – das ist die Vision der Initiative „Berlin summt“. Mit der Biene als Botschafterin will die Initiative möglichst viele Berliner für die Stadtnatur begeistern. Ich bin begeistert und wir waren gestern im Naturkundemuseum und haben 10 Gläser Honig der fleißigen Bienen für „Stadtmachtsatt“ gekauft. Ca. 3000 Bienenvölker leben in Berlin und die emsigen „Berlinerinnen“ wohnen u. a. auf dem Planetarium am Insulaner, dem Gutshof Britz, im Jugendimkerstand , auf dem Musikinstrumentenmuseum am Potsdamer Platz, am Rathaus Marzahn-Hellersdorf. Der Stadthonig gilt als besonders gut, denn im Gegensatz zu den Monokulturen auf dem Land blüht es in Berlin viel artenreicher.

 

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