Überlebenskunst.Schule

Das Bildungsprogramm ÜBER LEBENSKUNST.Schule bringt erstmals künstlerische Strategien mit dem Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) zusammen. 18 Künstler_innen und Kulturschaffende wurden 2010/2011 innerhalb des ECTS-zertifizierten Bildungsprogramms zu „Experten für Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgebildet.

Im Schuljahr 2011/2012 werden 15 Projekte an und mit den Partnerschulen deutschlandweit umgesetzt. Jedes der Projekte besitzt eine eigene Struktur und Arbeitsweise, die sich aus dem Thema, der künstlerischen und methodischen Herangehensweise und nicht zuletzt aus der Zusammenarbeit mit der Schule ergeben.

Die Projekte werden in einer e-book-Publikation in Wort, Bild und Ton neben zentralen Fragestellungen und Erkenntnissen der Projektpraxis von Kunst & BNE dokumentiert.

Projekte der Überlebenskunst.Schule

Lobgesänge auf die Muße
Beate Göbel

Absichtslos gucken bietet Übungssets an, in denen das unmittelbare Erleben des Augenblicks in Bezug auf Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Sinneseindrücke erfahrbar wird. Dabei wird der persönliche und öffentliche Umgang mit Zeit untersucht und in Theaterperformance, Musik und Architektur umgesetzt. Mögen dabei Lobgesänge auf die Muße erklingen!
absichtslosgucken.wordpress.com

COOP.ZEITMASCHINE
Dennis Feser

Zeit ist keine Ressource, die man verbrauchen kann, sondern ein Medium, in dem sich unser Leben ereignet. Unser Rhythmus entscheidet über die Qualität von dem, was wir erschaffen, lieben und genießen. Im Projekt bauen wir ein Archiv für die utopischen Verhältnisse zu unseren und anderen Naturen und experimentieren mit der zeitlichen Entwicklung unserer Lebensbedingungen.

DIE 12 VERÄNDERER
Stadterneuerung aus der Perspektive von jungen Menschen
Eva Hertzsch & Adam Page

Zwölf Schüler_innen werden ein Jahr lang mit Kompetenzen in nachhaltiger Stadtplanung ausgestattet. Sie nehmen teil an einer Bildungsreise nach London, gestalten eine Nachrichtensendung, geben Vorträge, veranstalten Ideenwerkstätten und gestalten ihren Schulvorplatz temporär um. Sie wollen damit Berater_innen des Neuköllner Bauamts bei der Sanierung ihres Kiezes werden.

DU KANNST MICH MAL WERTSCHÖPFEN
Was Wirtschaft in unseren Beziehungen macht
Doris Enders & Arne Vogelgesang

Gemeinsam mit Schüler_innen berufsbildender Schulen versuchen wir herauszufinden, was Wirtschaft in unseren Beziehungen macht: Wie REDEN wir? Wie wird mit uns geredet? Wie wollen wir mitreden? Wie SEHEN wir? Wie sieht man uns? Wie wollen wir gesehen werden? Wie VERHALTEN wir uns? Wie andere? Was wollen wir verändern? Wie SIND wir? Wie ist unsere Welt? Wie soll sie werden?

ENTPACKEN – ANPACKEN!
Claudia Stiefel

Das Projekt Entpacken – Anpacken! beschäftigt sich mit dem „Objekt Plastiktüte“. Obwohl längst bekannt ist, wie umweltschädlich die Nutzung von Plastiktüten ist, halten wir an deren Gebrauch fest. Gemeinsam mit den Schüler_innen arbeite ich an Visionen und Wegen, um ein kritisches Bewusstsein und ein verändertes Handeln bei uns selbst und in der Öffentlichkeit zu erreichen.
entpackenanpacken.wordpress.com

FELDFORSCHUNG
Mit dem Klangkraftwerk aufs Rollfeld und zurück
Doris Kleemeyer

Fünft- und Sechstklässler_innen aus dem Schillerkiez unternehmen Expeditionen zu den Pionierprojekten auf dem Tempelhofer Feld. Ausgestattet mit einem durch Sonnen- und Muskelkraft betriebenen Klangkunst-Mobil verarbeiten sie O-Töne und Zeichnungen zu zeitgemäßen Moritaten, um in ihrer Schule und auf dem Feld von neuen Möglichkeiten in der Nachbarschaft zu berichten.

HORTUS CIRCULOSUS
Kreisläufe zwischen Natur und Kunst
Birgit Cauer

Im Projekt HORTUS CIRCULOSUS – Kreisläufe zwischen Natur und Kunst führt die Bildhauerin Birgit Cauer mit Studierenden der Sozialpädagogik Untersuchungen zu diversen „Kreisläufen“ durch. Sie münden in einer Vision vom Zusammenspiel von Kunst und Natur, die im Garten des Hauses am Lützowplatz ihre künstlerische Umsetzung findet und damit ein grundlegendes Prinzip von Nachhaltigkeit abbildet.
http://hortuscirculosus.wordpress.com/

IN HÜLLE UND FÜLLE…
…oder: Wie wir mit Tuchfühlung unsere Handlungsspielräume erweitern
Nicole Noack

Das Projekt In Hülle und Fülle – oder: Wie wir mit Tuchfühlung unsere Handlungsspielräume verändern beschäftigt sich mit dem Material Altkleider. Diese dienen als Vehikel, sich mit den Themen Gestaltung, Verbrauch, Material, Raum, Geschichten auseinanderzusetzen. Indem wir Arbeit und Ideen in einen minderwertigen alten Rohstoff stecken, hinterfragen wir Gewohnheiten und verschieben Blickrichtungen.

KIEZ.AUFBRUCH
Es lebe Urbanien!
Nina Brodowski

Das Wissen um alternative Lebensformen liegt auf der Straße. Um dara zukommen, müssen wir lernen, unsere Stadt anders als bisher zu lesen, zu nutzen und zu entwerfen. Kiez.Aufbruch – Es lebe Urbanien! verbindet künstlerische Arbeitsformen mit Methoden der Kartographie, Ethnologie und Sozialforschung. Ziel ist die Errichtung eines mobilen Kiezbüros, in welchem Schüler_innen Ideen für Veränderungen sammeln und umsetzen.

MULTILAB.MOBIL
planen – bauen – nutzen
Katharina Lüdicke

Selbst entwerfen, bauen und nutzen: Kinder errichten und gestalteten selbst ihr multifunktionales Lern- und Forschungsmobil. Gelerntes wird ausprobiert und zur Anwendung gebracht. Es werden Bretter angenagelt und eine Solarzelle gebaut. Bis das Mobil rollt und funktioniert – für eine nachhaltige Zukunft, in der wir wissen, was wir gemeinsam in der Gruppe schaffen können.

UNSERE SCHULE
Ein ethnologisches und interkulturelles Forschungsprojekt an einer deutschen und einer indianischen Schule
Katia Klose

Unsere Schule ist ein ethnologisches und interkulturelles Forschungsprojekt an einer deutschen und einer indianischen Schule. Es geht um das Gegenüberstellen von Erfahrungen aus individuellen und kollektiven Biografien, die durch Institutionen verbunden, aber durch unterschiedliche Kulturen und Lebensorte voneinander getrennt sind und durch globale Prozesse miteinander in Beziehung gesetzt werden können.

WELT GESTALTEN
Miriam Chouaib, Wolf Jeschonnek und Isabelle Dechamps

Wer Dinge entwirft, muss seine Welt anders denken. In einem mit Schüler_innen gemeinsam gestalteten Prozess wollen wir Alternativen zum gegenwärtigen Konsum und zur Industrieproduktion erörtern. Im Mittelpunkt steht die Heranführung der Schüler_innen an Rapid Manufacturing Technologien, deren Nutzung für nachhaltige Produktion und die Reflexion unserer Lebensformen.
http://weltgestalten.wordpress.com/

WIR HABEN NOCH LANGE NICHT GENUG!
Ein Tanzprojekt mit jungen Erwachsenen
Christin Schmidt

Wovon will ich mehr? Wovon bräuchte die Gesellschaft mehr? Wovon vielleicht auch weniger? Und wann ist weniger mehr? Schüler_innen der Robert-Bosch-Fachoberschule und der Berufsoberschule für Sozialwesen in München gehen diesen Fragen nach. Sie erkunden in der Bewegung und in der Sprache, in der eigenen Lebenswelt und in gesellschaftlichen Räumen und bewegen, schreiben und spielen sich dabei hin zu ihrem eigenen Bühnenstück.

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