Unser Essen in Zukunft oder warum „Stadtmachtsatt“?

Wie ernähren wir uns in Zukunft?
Fest steht: Weiter machen wie bisher geht nicht. Mehr als die Häfte unsere Lebensmittel landen statt auf dem Teller auf dem Müll. Das in Europa weggeworfene Essen würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden auf der Welt zu ernähren. Unser Essen nimmt immer mehr Menschen auf der Welt Lebensmittel, Ackerfläche, Wasser und andere Ressourcen  weg. Die weltweite Stadtbevölkerung wird allein in den nächsten 13 Jahren um eine Milliarde anwachsen. Die Landbevölkerung jedoch nur im minimal ansteigen.
Diese Fakten werfen eine existentielle Frage auf: Wie können wir Menschen in den Städten uns
zukünftig ausreichend und angemessen ernähren – ohne dass damit enorme Umweltschäden und
massive soziale Ungerechtigkeiten einhergehen?

“Stadt macht satt” sucht nach Antworten und zeigt Alternativen für unsere Lebensmittelversorgung
– lokal und weltweit.
“Stadt macht satt” zeigt wie unser Essensüberfluss  positiv genutzt  werden kann und holt die Erzeugung von Lebensmitteln in die Stadt zurück. Stadternte und urbanes Gärtnern sind regional, saisonal, sozial gerecht und sensibilisieren für ein nachhaltiges  Wirtschaften.
Auch auf kleinstem Raum und mit einfachsten Mitteln können wir in der Stadt gesunde und
leckere Lebensmittel selbst produzieren. Alle unsere Fensterbänke zusammen ergeben viele Hektar Anbaufläche.

Stadtmenschen sind jedoch weitestgehend von der Lebensmittelproduktion entfremdet. Um handeln zu können, müssen wir uns unser Essen erst wieder aneignen. „Stadt macht satt“ wird sich insbesondere darauf konzentrieren zu zeigen, was einfach und ohne großen Zeitaufwand auf kleinstem Raum von jedem Städter umgesetzt werden kann.

Wir Städter werden schwerlich Selbstversorger werden, aber durch das eigene Ackern, Anbauen und Ernten bekommen wir wieder einen Bezug zur Natur und zu unseren Lebensmitteln und das wird nicht nur automatisch unsere Städte, sondern auch unser Handeln „grüner“ machen.

Ich freue mich, wenn die Ideen zu einer grünen, produktiven Stadt viele Nachahmer,  Unterstützer und weitere Ideengeber findet.

Anja Fiedler

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