„Stadtmachtsatt” und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Ich habe die Initiative „Stadtmachtsatt“ im Rahmen des Bildungsprogramms ÜBER LEBENSKUNST.Schule entwickelt, das erstmals künstlerische Strategien mit dem Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) zusammenbringt. Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln mit dem Ziel, Kompetenzen  zu erwerben, um aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung  zu gestalten.

Mit 17 anderen Künstler/innen und Kulturschaffenden wurde ich 2010/2011  innerhalb des ECTS-zertifizierten Bildungsprogramms zum „Experten für Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgebildet. und „Stadtmachtsatt“ zeigt inzwischen vom Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schulen und bei Fortbildungen, wie einfach mittels „Stadternte“ nachhaltiges Essen, Gärtnern, Wirtschaften und Leben möglich ist.

In der Schule bespielsweise mache ich den Schülern ganz einfach nachhaltiges Wirtschaften „schmackhaft“: Ich erforsche mit den Schülern, was es alles in der nächsten Umgebung zu „ernten“ gibt: zum einen in der Stadtnatur durch urbanes Gärtnern, aber auch beim Biosupermarkt und Bäcker nebenan, die täglich gute Lebensmittel wegwerfen. Durch das eigene Tun entwickelt sich automatisch ein Gegenentwurf zur globalen Lebensmittelproduktion und zu einer umweltverträglichen und sozial gerechteren Ernährung. Sie lernen beim eigenen TUN viel über Lebensmittel (Haltbarkeit, Lagerung, Verwertung), über die Hintergründe der Lebensmittelproduktion und globale Verantwortung, entwickeln durch die Verarbeitung frischer Lebensmittel einen ganz neuen Geschmack etc.

Und nicht nur das: Die Schüler entwickeln ein nachhaltiges Unternehmensmodell, indem sie eigene Produkte entwickeln, die es so z. T. nicht zu kaufen gibt, gesunde und hochwertige (BIO)-Lebensmittel meist kostenlos erhalten und den Mitschülern Essen zu einem Preis anbieten können, den sich jeder leisten kann. Und trotzdem erzielen sie einen fairen Gewinn. So tun die Schüler mit Essen Gutes (und Gesundes) für sich und ihre Zukunft.

Folgende Themen werden beispielsweise in der Schülercateringfirma Gipscafé „erkocht“:

  •   „Umsonst und draußen“- Was kann ich alles in der Stadt ernten und haltbar machen (regional, saisonal, klimafreundlich & fair)?
  •   Müllvermeidung (Verpackungen, Mehrweggeschirr); 50 % der Lebensmittel werden weggeworfen: Wo entstehen sie? Warum gibt es sie? Was können wir damit kochen?
    Die AG „Urbane Gärtner“ bildet die komplementäre Ergänzung für das urbane „Stadtmachtsatt-Wirtschaften“:
  •   Urbane Garten-Schul-Möbel (multifunktionale Tische und Hocker, die gleichzeitig Frühbeet, Außenkühlschrank, Lebensmittellager und Kräuterbar sind)
  •   Window-Farm – rund ums Jahr vom Fenster ernten
  •   Vertikale Gärten, z. B. Salatbäume, Essbare Wände (Kreislauf mit Gipscafé)
  •   aus Verpackungsmüll des Gipscafés werden Pflanzentöpfe kreiert
  •   „gläserner Kompost“ (Kreislauf mit Gipscafé)

„HandelsKlasse“ (AT)
„Eine Herausforderung meistern“ an der Evangelischen Schule Berlin (bitte Link einfügen: http://www.ev-schule-zentrum.de/786.0.html)
Im Rahmen des Schulfaches „Eine Herausforderung meistern“ werde ich zusammen mit Schülern eine Herausforderung zur gegenwärtigen Lebensmittelproduktion und -verschwendung entwickeln und begleiten. Die Schüler und Schülerinnen werden drei Wochen lang im September versuchen, ihre Herausforderung zu meistern.

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