Die hängenden Gärten vom Mehringpatz | Pflanzaktion 29.4.2014

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Grün tut uns Städtern und unserer Stadt nachweislich gut. Essbares Grün bringt uns unseren essentiellen LEBENS-MITTELN wieder näher. 2013 hat „Stadt macht satt“ deshalb am Mehringplatzeinen Bauzaun mit Nutzpflanzen behängt, um den Blick für ungenutzte, Ressourcen, Potentiale und eigene Gestaltungsmöglichkeiten für eine lebenswerte, nachhaltige Stadt zu öffnen. Der „Garten am Zaun“ besteht fast ausschließlich aus umgenutzten Materialien unseres Stadtalltags.

Noch letztes Jahr um diese Zeit war dies ein totales Experiment mit ungewissem Ausgang.
Doch dieser Garten hat uns mehr als überrascht und beschenkt:

Denn wir wussten nicht, ob die Pflanzen in den Pflanztaschen eine ganze Saison darin gut wachsen würden- und sie wuchsen wunderbar.
Wir waren unsicher, ob dieser ungewöhnliche Gemeinschaftsgarten an einem Bauzaun von den Anwohnern angenommen, bepflanzt, genutzt und geerntet werden würde. Die Teilnahme, die Pflege und wie auch die Ernte geteilt wurde, hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. DANKE.
Das einzige was wir fest dachten, erfüllte sich nicht: dass der Garten zerstört, mit Graffiti versehen oder Pflanzen geklaut werden würden.

Nach der positiven Resonanz auf unsere „hängenden Gärten“ 2013, wollen wir fortfahren, trennende Zäune in Menschen verbindende Minigärten und graue (Bau)Stellen in kleine, grüne Inseln zu verwandeln.

„Stadt macht satt“ lädt ab dem 29.4.2014 alle ein, den Zaun des Mehrgenerationenhauses | Integrationshaus am Mehringplatz (Friedrichstr. 1) in einen temporären Gemeinschaftsgarten mit Nutzpflanzen zu verwandeln.

Für alle, die von einem kleinen Garten träumen, ist am Dienstag  die Gelegenheit. Ab 14.00 können Lieblingskräuter, -salate und -gemüse in kleine eigene Minitaschenbeet gepflanzt werden (siehe Foto).
Erde, Setzlinge (z.T. gesäht und aufgezogen von den Schülern der Galilei-Grundschule), Pflanztaschen (z.T. genäht von der Nähwerkstatt) sowie der Platzgärtner Henry Fust und ich  stehen bereit, um den Zaun in einen vertikalen Gemeinschaftsgarten zu verwandeln. Wir freuen uns aber auch über mitgebrachte Lieblingspflanzen und hängbare Pflanzgefäße.
Wer mag, kann seine Miniparzelle einen Namen geben und markieren. Grün markiert darf jeder für den Eigenbedarf ernten, rot markiert gehört die Ernte dem Pflanztaschenbesitzer. Vielfach geteilte Ernte ist vielfache Freude. Bitte pflegen und teilen Sie so herrlich wie letztes Jahr.

Ich freue mich außerordentlich, dass wir es trotz vieler Unwägbarkeiten mit vereinten Kräften geschafft haben, den „Garten am Zaun“ an anderer Stelle wiedererstehen zu lassen. Herzlichen Dank an die vielen aktiven Menschen, die dazu beigetragen haben. An dieser Stelle sei stellvertretend Henry Fust, die Nähwerkstatt, Grüne Liga, BIG Image, die Lernwerkstatt, Galilei Grundschule, Gartenarbeitsschule Kreuzberg, Sven Becker genannt.
Längerfristig hoffen wir, den Garten wieder direkt auf dem Platz am Bauzaun zu verorten und sind dabei kostengünstige Zaunmodule für Nutzpflanzen zu entwickeln.

Weiterwachsen!
Wir wollen weiter Pflanzmodule entwickeln, um einfach und preiswert urbane Kleinsträume zu begrünen. Dazu brauchen wir Spenden und Unterstützer, denn es gibt noch viel zu tun: unsere Fensterbänken, Balkonen, Zäune etc. bieten mehrere Hektar Platz für Nutzgrün.

 

 

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